Wie du bewusst Grenzen erkennst und setzt

 
Je klarer du bist und das auch ausstrahlst, desto wahrscheinlicher ist, dass dir andere so begegnen, wie du es dir wünschst.

Die Idee für diese Folge entstand, als ich in einer Situation war, in der ich noch nie zuvor in einer Zusammenarbeit gewesen war. Ich spreche in dieser Folge ganz persönlich – daher ist es eine neue Folge in der Rubrik nackt + roh.

Es geht um: GRENZEN

 

Warum es schwer fällt, nein zu sagen

In meinen 1–1 Coachings stelle ich immer wieder fest, dass es meinen Kundinnen schwer fällt, ihre Grenzen zu ziehen oder sie zu benennen bzw. zu bemerken. Die Gründe dafür sind vielfältig: Man möchte das Gegenüber nicht verletzen, man traut sich nicht, nein zu sagen, denn wer weiß, welche Konsequenzen das haben könnte usw. Doch was bleibt, ist ein Unwohlsein. Vielleicht sogar Unzufriedenheit mit dir selbst. Darum stelle ich dir einmal diese Frage: Wie verhältst du dich, wenn deine Seelische Gesundheit, dein Wohlbefinden, oberste Priorität hat für dich?

 

Was kannst du tun, um dich SOFORT in einer kritischen Situation abzugrenzen?

Diese Schritte kannst du gehen:

1.
Nimm wahr, dass deine Grenzen übergangen werden und verbinde dich zunächst mit dir selbst: Was ist dein Bedürfnis? Welche Grenze wird hier irritiert?

2.
Versuche es mit Kommunikation zu lösen. Suche das Gespräch mit der Person oder mit einer Vertrauensperson, die dann möglicherweise vermitteln könnte.

3.
Thematisiere die Grenzüberschrei-tung und beschreibe faktisch, was passiert ist. Definiere deine Grenzen und was deine Maßstäbe für die weitere Zusammenarbeit sind.

4.
Werden deine Grenzen weiterhin ausgedehnt oder ignoriert, dann hilft nur eines: Verlasse die Situation. Such dir Hilfe bei einer Vertrauensperson.

 

In dieser Folge erfährst du:

  • Wie du bei dir Grenzen wahrnehmen lernst

  • Was du tun kannst, wenn du dich in einer Situation klar abgrenzen musst

  • Warum Grenzen wichtig sind für unser Miteinander

 

The Host or Guest

Hier findest du noch mehr Ressourcen zum Thema:

011 >> 3 Fragen, die dich bei Veränderungen unterstützen

Und wenn es eine Situation ist, in der deine körperlichen Integrität nicht gewahrt wird gibt es nur eines:
ein ganz klares STOP!

 

Wie schon gesagt, der Ursprung für diese Folge ist eine Erfahrung, die ich gemacht habe. Diese Vorgehensweise wurde in jener Zusammenarbeit nur bedingt respektiert. Ich habe versucht mich zu schützen, indem ich die Person gemieden habe, ich habe es immer wieder versucht, klar und präzise in Worten einzugrenzen. Daher habe ich in letzter Konsequenz entschieden, die Situation zu verlassen. Es gab leider keinen anderen Weg.

Was hat mich zu dieser Entscheidung geführt? Ich priorisiere IMMER meine seelische Gesundheit. Ich habe richtig gemerkt, wie mich diese Zusammenarbeit psychisch belastete, nicht losließ. Wie dieser Lebensbereich in andere Lebensbereiche überschwappte – also auch da fand quasi eine Entgrenzung statt. Daher musste ich die Zusammenarbeit beenden.

Priorisiere deine seelische Gesundheit

 

Vielleicht bemerkst du schon, dass das Thema GRENZEN verschiedene Seiten hat: einmal die eigenen Grenzen wahrnehmen – und sie dann auch kommunizieren.

Grenzen haben viele Facetten

 

Wie gelingt es dir bisher, deine Grenzen wahrzunehmen? Was tust du, um da hin zu spüren?
muss es immer erst soweit kommen, dass jemand sie übertritt, damit du deine Grenzen erkennst?

 

So lernst du deine Grenzen wahrzunehmen:

  • Sei dir klar darüber, welche Bedürfnisse du hast. Deine Bedürfnisse zu kennen ist ein Anhaltspunkt, um deine Grenzen zu definieren. Die Grundlage dafür, zu erkennen, was du brauchst, ist es, deine Gefühle wahrzunehmen. Denn unsere Gefühle sind Hinweise auf unsere Bedürfnisse. Dein Körper signalisiert dir, wenn etwas nicht gut läuft – oder auch, wenn dir etwas gut gefällt. Übe dich in Achtsamkeit. Das ist der erste Schritt.

  • Ein weiterer ist, deine Werte zu kennen. Und damit auch zu wissen: Wofür stehst du zur Verfügung? Und wofür nicht? Das zu wissen und das dann auch zu verkörpern ist ein großes Geschenk, das du dir machst und auch deinem Gegenüber. Kenne deine Werte, mit denen du in die Zusammenarbeit gehst und in die Verbindung mit deinen Mitmenschen. Das wird dir helfen, dich klarer abzugrenzen, sollte etwas entgegen deiner Werte laufen bzw. auszustrahlen, was dir wichtig ist.

 

Was glaubst du: Was strahlst du aus bzw. wie wirst du wahrgenommen – wenn du dir klar über deine Bedürfnisse und Grenzen bist und wie wenn nicht? 

 

Je klarer du bist und das auch ausstrahlst, desto wahrscheinlicher ist, dass dir andere mit Respekt begegnen bzw. so, wie du es dir wünschst. Damit entstehen neue Räume für das Gelingen deiner Begegnungen.

Deine Klarheit schenkt auch dir Raum: Raum für Spüren. Du fühlst, was du möchtest, was nicht – und vielleicht auch, woher manche Gefühle stammen. Du kannst dich im Innen sortieren und zur Ruhe kommen. Deine Grenzen haben eine Geschichte: wie wir Grenzen wahrnehmen, was wir als Überschreitung oder Entgrenzung empfinden, wie wir Grenzen setzen oder unsere Bedürfnisse kommunizieren können, hat oft zu tun mit Erlebnissen in unserer Geschichte. Wenn du merkst, dass dich etwas blockiert und du nicht dahinter kommst, warum du dich in einer bestimmten Situation so verhältst, dann lass uns gemeinsam herausfinden, was dich zurückhält: Im DEEP DIVE Intensivcoaching lösen wir deine Blockaden, sodass du dich frei wirst bonhinderlichen Überzeugungen und in deine Präsenz kommst.

Grenzen sind wichtig aus vielen Gründen: Ein Grund ist ganz offensichtlich, dass es dir gut geht. Dein Wohlbefinden und deine seelische Gesundheit – notfalls dein Selbstschutz – stehen an oberster Stelle. Außerdem sind Grenzen bedeutsam für das Gelingen unserer Beziehungen – ob in der Arbeit oder im persönlichen Leben. Du wirst greifbar für deine Mitmenschen. Ohne Grenzen ist alles fließend, verschwimmt. Mit Grenzen kann man zupacken und dem Handeln eine Richtung geben.

 

Das sind die wichtigsten Take Aways aus der Folge:

  • Kenne deine Prioritäten in der Zusammenarbeit oder im Miteinander, dann weißt du ganz klar: STOP! Das geht gar nicht!

  • Kenne deine Bedürfnisse.

  • Kenne deine Werte: Wofür stehst du? Wofür stehst du zur Verfügung und wofür nicht?

 

Impuls:

Ich lade dich ein, einmal neugierig zu beobachten, mit einer lernbereiten Haltung, mal zu schauen, welche Gefühle in welchen Situationen und Interaktionen sich äußern. Und auf welche Bedürfnisse und Grenzen du dadurch schließen kannst. Und dann vielleicht probierst du einmal in einer Situation aus, dich behutsam abzugrenzen — mit Einfühlungsvermögen für dein Gegenüber. Mit Klarheit und Verständnis für dich selbst.

Wie du Grenzen wahrnimmst und bewusst setzt
Andine Pfrepper

Bonjour, Ich bin Andine.

Seit über 10 Jahren arbeite ich freischaffend als Schauspielerin und Hörbuch-Sprecherin.

In VOICE TO HEART teile ich mit dir mein Wissen und meine Erfahrungen mit Menschen und für Menschen – damit du dich traust, on point präsent zu sein und deine Expertise nicht länger zurückzuhalten.

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